2 D Filme

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The Laszivious Ears presented by: Secret Department for Cynical Musicology and Semiotics of Sound · 1992 · Tape · DE · No Edition Band 52

<div> <p class="MsoNormal">Cassette 1</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">A1</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">D FILM I ... 28.26</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">EM percussion / tibetian bells / piano / violin / radio / e-guitar / toy-instruments</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">KS percussion / organ pipes / radio / e-bass / kitchenware / e-guitar / synthesizer /</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; rhythm computer / voice</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">&nbsp;</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">B1</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">PSYCHOLOGIE DES KUNSTFREUNDES (Anonymes Tondokument) ... 23.45&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p> <p class="MsoNormal">&nbsp;</p> <p class="MsoNormal" style="tab-stops:14.2pt 1.0cm">&Uuml;ber eine bislang unbekannte Tonaufnahme aus dem Institut f&uuml;r Kommunikationsforschung</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">&nbsp;</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Vor wenigen Jahren wurden unter dem Nachla&szlig; der Witwe des Psychologen und Kommunikationstheoretikers Erwin Waldner, eines fr&uuml;heren Mitarbeiters des Instituts f&uuml;r Kommunikationsforschung in Offenbach, neben einigem bislang verschollen geglaubten Material, darunter Manuskripte, Sitzungsprotokolle, Korrespondenz u.&auml;. auch einige fr&uuml;he Drahtaufnahmen gefunden.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Da&szlig; nun solche Aufnahmen, deren auf uns &uuml;berkommene Zahl nicht sehr gro&szlig; ist, nach so vielen Jahren auftauchen, ist f&uuml;r sich schon ein seltener Fall. Da&szlig; sich aber unter diesen auch einige Vortr&auml;ge befinden, ist ein besonderer Gl&uuml;cksfall. Die m.E. interessanteste Aufnahme ist ein Vortrag zur Psychologie der Kunstwahrnehmung. Diese kann geradezu als Grundlegung einer Theorie der Kunstwahrnehmung betrachtet werden und h&auml;tte m&ouml;glicherweise, w&auml;re sie nicht verschollen, das Manuskript ist leider ebenso verschollen und bis heute nicht aufgetaucht, der Forschung auf diesem Gebiete eine andere, vielleicht innovativere Richtung gegeben, als es dann geschehen ist.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Schon lange war bekannt, wie viel durch die pl&ouml;tzliche Schlie&szlig;ung des Instituts verloren ging. So wies denn sowohl die Kommunikationsforschung als auch die sp&auml;tere Rekonstruktion des Instituts und dessen Leistungen betr&uuml;bliche L&uuml;cken auf. Daher ist der Fund ein besonders gl&uuml;cklicher zu nennen. Die Pl&ouml;tzlichkeit, mit der die damaligen Machthaber ihr Vorhaben, das geha&szlig;te Institut nicht nur zu schlie&szlig;en, sondern zu beseitigen, in die Wirklichkeit umsetzten, lie&szlig; den Betroffenen nur wenige Stunden Zeit, zu retten, was zu retten war. Damals mu&szlig; Waldner in aller Eile zusammengerafft haben, was er in der Schnelle erreichen konnte. Wie uns seine Witwe mitteilte, hat er danach dieses Material in ihrem Hause, sp&auml;ter bei Verwandten verborgen. Da sie selbst es nicht zu Gesicht bekam und auch ihr Mann sich offenbar nicht mehr mit dem von ihm geretteten Material besch&auml;ftigte, hat sie es mit dem &uuml;brigen Nachla&szlig; ihres Mannes verwahrt und nie n&auml;her untersucht. Es fiel also der Vergessenheit anheim, bis alles nach ihrem Tod einer Stiftung &uuml;bergeben wurde.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Zum Text selbst ist leider nur zu sagen, da&szlig; sich n&auml;heres &uuml;ber Zeitpunkt der Aufnahme und vor allem &uuml;ber den Verfasser nicht zu bestimmen ist.&nbsp; Man kann den Aufnahmezeitpunkt nur in etwa eingrenzen, da bekannt ist, da&szlig; am Institut in den letzten Jahren seiner T&auml;tigkeit unregelm&auml;&szlig;ig Versuche zur Aufzeichnung von Tondokumenten gemacht wurden. Zur Frage des Autors kann nur soviel gesagt werden, da&szlig; es sich sowohl um einen Institutsangeh&ouml;rigen, wie einen Gast handeln kann, da vergleichbare Texte bisher nicht bekannt oder eindeutig anderen Personen zugeschrieben werden k&ouml;nnen. Daher mu&szlig;, nicht zuletzt, um voreilige Schl&uuml;sse zu vermeiden, auf die Durchsicht des bislang noch nicht gesichteten Materials, da&szlig; zudem leider &uuml;ber die Welt verstreut ist, gewartet werden.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify">Da es sich um einen erstaunlichen Fund handelt, der in der Rekonstruktion verschollenen geistigen Schaffens unseren Jahrhunderts seinesgleichen sucht, wird dieser Text hier vorab der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich gemacht:</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">&nbsp;</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">PSYCHOLOGIE DES KUNSTFREUNDES</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">ANONYMES TONDOKUMENT</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">&nbsp;</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Das Verhalten der Augen weicht bei Kunstfreunden in mannigfacher Weise von der Norm ab. Bekanntlich sehen wir es einem &bdquo;an den Augen&ldquo; an, ob er verstanden habe. Es ist schwer zu sagen, worauf der Ausdruck der Augen und seine Ver&auml;nderung beruht.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Es kommt in Frage, ob das Auge mehr oder weniger tief in der Augenh&ouml;hle liegt, ob die umgebende Haut normal gef&auml;rbt ist, ob die Lidspalte weit oder eng ist, ob die Lider beweglich sind, ob das Auge reichlich Feuchtigkeit erh&auml;lt, ob das Auge durch eine Schutzklappe verdeckt ist, usw. Sei dem wie ihm wolle, ein eigent&uuml;mlicher matter Blick ist vielen Kunstbetrachtern eigen.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Ferner findet man h&auml;ufig eine R&ouml;tung der Bindehaut, als ob eine Entz&uuml;ndung best&auml;nde. Diese Erscheinung ist sehr wechselnd, tritt besonders nach schlechten N&auml;chten, Museumsbesuchen oder nach Benutzung von Ferngl&auml;sern im Dunkeln auf und verschwindet im Laufe des Tages wieder. Sie ist immer ein Ausdruck des Allgemeinbefindens, bessert sich&nbsp; und verschlimmert sich mit diesem.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Ebenfalls als Zeichen allgemeiner Schw&auml;che&nbsp; tritt der &bdquo;Hof&ldquo; um die Augen auf, ein bl&auml;uliches bis schwarzes Aussehen der &auml;u&szlig;eren Lidteile. Viele Rezipienten haben ungew&ouml;hnlich gro&szlig;e und bewegliche Pupillen.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Von gr&ouml;&szlig;erer Bedeutung ist die Sehschw&auml;che, die die Ausstellungsbesucher oder Kinog&auml;nger oft au&szlig;erordentlich bel&auml;stigt und von gro&szlig;er Hartn&auml;ckigkeit ist.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Die Sehsch&auml;rfe ist, sobald die Augen geruht haben, normal, aber rasch erm&uuml;den die Augen der Freunde der Kunst, der Photographie oder des Films beim Sehen, und je l&auml;nger sie sehen, um so mehr schr&auml;nkt sich das Gesichtsfeld ein. Diese bald regelm&auml;&szlig;ige, bald unregelm&auml;&szlig;ige Verengerung des Gesichtsfeldes ist sehr charakteristisch. Oft ist Lesen, Schreiben, Fernsehen oder jegliche Handarbeit mehr oder weniger behindert und schmerzhaft. Brillen helfen nichts. Blindheit kommt bei Kunstkritikern h&auml;ufig vor. Bei diesen trifft man auch zeitweise Farbenblindheit.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Dagegen ist eine allt&auml;gliche Erscheinung nicht nur bei Rezipienten der bildenden Kunst, sondern auch der Literatur und Musik das Sehen von Funken, von Perlenschn&uuml;ren, von grauen und schwarzen Streifen, von allerhand flottierenden Flecken. Alle diese Erscheinungen kommen auch bei Kulturschaffenden aus verschiedenen Ursachen vor, sind aber bei Konsumenten bzw. Rezipienten ungleich h&auml;ufiger und treten auf die leichtesten Reize hin ein. Ein eigent&uuml;mliches Augenflimmern ist oft Vorbote der Ohnmacht. Am Rande des Sehfeldes treten Funken auf, sie breiten sich aus und bedecken schlie&szlig;lich das Sehfeld bis zur Mitte. Dieses Flimmern dauert einige Minuten lang bis gegen eine Stunde, dann kommt die Ohnmacht.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Ohnmachten, die in der Tat als hysterische Anf&auml;lle zu deuten sind, und die H&ouml;rer, Seher und Leser, die einmal einen solchen Zufall gehabt haben, bekommen in der Regel auch mehr. Charakteristisch ist, da&szlig; die Ohnmachten bei bestimmten Anl&auml;ssen auftreten, zum Beispiel beim Anblicke unverst&auml;ndlicher Filmszenen oder intellektueller Kunstwerke, beim H&ouml;ren reinster Gesangsstimmen oder bei einer anderen unerwarteten geistigen Beanspruchung. Manchmal erscheinen dem Kunstfreund alle Gegenst&auml;nde wie in weiter Ferne, andere glauben alles gr&ouml;&szlig;er als gew&ouml;hnlich zu sehen, andere sehen die Dinge doppelt oder gleich mehrfach. &Auml;u&szlig;erst peinlich f&uuml;r die Betrachter, ausgenommen der Kinog&auml;nger ist die sogenannte &Uuml;berempfindlichkeit der Netzhaut. Jedes st&auml;rkere Licht verursacht ihnen Schmerzen, sie fliehen vor der Sonne ins Museum oder Kino, suchen alle Zimmer zu verdunkeln und ziehen sich schlie&szlig;lich in g&auml;nzliche Dunkelheit zur&uuml;ck. Einige f&uuml;rchten nur das wei&szlig;e Licht, andere hassen bestimmte Farben.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Alle die genannten Sehst&ouml;rungen disponieren zu Illusionen und Halluzinationen des Gesichts und erleichtern deren Eintreten, sobald sonst die Bedingungen dazu gegeben sind. Die undeutlich gesehenen Gegenst&auml;nde werden leicht umgedeutet, eine Plastik wird f&uuml;r einen Menschen gehalten, Schatten f&uuml;r M&auml;use, ja selbst Bilder f&uuml;r Filme, Farben f&uuml;r Ger&auml;usche, Noten f&uuml;r Photographien usw.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Das Ohr ist seltener als das Auge in Leidenschaft gezogen. Am ehesten beobachtet man bei Rezipienten subjektive Geh&ouml;rserscheinungen, die gew&ouml;hnlich unter der Bezeichnung Ohrensausen zusammengefa&szlig;t werden. Dabei ist dies meist nur das Grundrauschen des Tonbandes.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Bald h&ouml;ren die Musikfreunde aber auch Klingen, bald ein Klopfen, bald Glockent&ouml;ne, bald das Ger&auml;usch fallender Wassertropfen, bald Stra&szlig;enl&auml;rm, bald Textfetzen. Auch &Uuml;berempfindlichkeit des Ohres wird beobachtet. Entweder werden Musik und Ger&auml;usche &uuml;berhaupt schmerzlich empfunden, oder es besteht eine Idiosynkrasie gegen bestimmte Musik.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Wiewohl selten, kommt tats&auml;chlich nicht nur bei Kunstrezipienten, sondern auch bei einfachen Konzertbesuchern oder Kinog&auml;ngern bei gesunden H&ouml;rorganen Schwerh&ouml;rigkeit oder Taubheit vor, die ihre kulturbezogene Natur durch pl&ouml;tzliches Kommen und Gehen, etwa nach einem Kunstgenu&szlig;, kundgibt.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Besondere Erw&auml;hnung verdient der sogenannte Ohrenschwindel.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Bei gewisser &Uuml;beranspruchung des Ohres treten Anf&auml;lle von Ohrenklingen, verbunden mit &uuml;beraus heftigem Schwindel auf. Diese Zust&auml;nde scheinen bei Kunstfreunden viel leichter zu stande zu kommen als bei Radioh&ouml;rern zum Beispiel, und manchmal reichen geringe Affektionen des Ohres oder seiner Umgebung hin, den schwersten Ohrenschwindel auszul&ouml;sen.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Von dem Ohrenklingen ist es zwar noch weit hin zu eigentlichen Geh&ouml;rsillusionen, aber zuweilen nehmen die &bdquo;Stimmen&ldquo;, die die Rezipienten qu&auml;len, ihren Ausgang von jenem, w&auml;hrend allerdings in der Mehrzahl der F&auml;lle bei den Geh&ouml;rshalluzinationen das Ohr als solches nicht beteiligt ist.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Einzelne Rezipienten klagen &uuml;ber ein Pulsieren in den Ohren, das bei Musikveranstaltungen, heftigen Auseinandersetzungen &uuml;ber Kunst, Walkman-Genu&szlig; und dergleichen zunimmt, auch durch geistige Erregung bzw. Verwirrung verst&auml;rkt wird. Es ist dies eine Folge der &Uuml;berreizung.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Im Verlaufe andauernder Auseinandersetzungen mit Werken der Kunst k&ouml;nnen Blutungen aus allen m&ouml;glichen K&ouml;rperteilen auftreten, begleitet von einer Schw&auml;chung der Stimme. Die Stimme spricht nicht recht an und erm&uuml;det rasch. Sie ist dann schwach, undeutlich, leise, zaghaft und unklar im Ton. Zuweilen versagt die Stimme pl&ouml;tzlich, die Betrachter, H&ouml;rer oder Leser haben das Gef&uuml;hl, als ob ihnen der Hals zugeschn&uuml;rt w&uuml;rde. Weitere Folgen sind Magenkr&auml;mpfe und Erbrechen, die bald vor, bald nach dem Kunstgenu&szlig; auftreten und sich unter Umst&auml;nden einige Tage wiederholen. Viele Kunstkritiker bezeichnen Bl&auml;hungen geradezu als ihr Hauptleiden und sehen im Abgang solcher ihre gr&ouml;&szlig;ten Lebensfreuden. Bei manchen sammeln sich in Magen und D&auml;rmen erstaunliche Mengen von Gas in oft unglaublich kurzer Zeit an, sie blasen die Rezipienten wie B&auml;lle auf und k&ouml;nnen rasch, wie sie gekommen sind, mit lautem Ger&auml;usch nach oben und unten entweichen. Auch eine Form des Kommentars.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">&nbsp;</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Mit freundlicher Genehmigung des Verlages ProCommunis</p> <p class="MsoNormal">&nbsp;</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Gegendarstellung:</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Es ist behauptet worden, ein unl&auml;ngst aufgefundenes Dokument zur Psychologie der Kunstfreundes stamme aus dem Institut f&uuml;r Kommunikationsforschung und sei von Erwin Waldner an sich genommen und uns so erhalten geblieben. Dies ist unwahr.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Wahr ist vielmehr, da&szlig; es sich um einen Text meines Vaters Heinrich Lindemann handelt, den dieser 1982 geschrieben hat. Ein Erwin Waldner oder ein Institut haben mit diesem Text nichts zu tun.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">&nbsp;</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Anmerkung der Herausgeber:</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Wir sind gesetzlich verpflichtet, diese Gegendarstellung ohne R&uuml;cksicht auf ihren Wahrheitsgehalt abzudrucken.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">&nbsp;</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">&nbsp;</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">&nbsp;</p> <p class="MsoNormal">Cassette 2</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">A1</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">D FILM II ... 26.40</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">EM e-guitar / rhythm computer / percussion / discs / voice / piano / synthesizer / trumpet</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">KS e-guitar / synthesizer / rhythm computer / fanfare / organ pipes / e-bass</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p> <p class="MsoNormal" style="tab-stops:14.2pt 1.0cm">B1</p> <p class="MsoNormal" style="tab-stops:14.2pt 1.0cm">RADIOAUFNAHMEN VOM GIPFEL DES GROSSGLOCKNER ... 8.27</p> <p class="MsoNormal">&nbsp;</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">RADIOAUFNAHMEN VOM GIPFEL DES GROSSGLOCKNER</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">Die Geh&ouml;rsempfindung mit eindeutig bestimmbarer Tonh&ouml;he, die man gemeinhin als Ton bezeichnet, wenn sie physikalisch auf einem periodischen Schallereignis mit sinusf&ouml;rmigem Schwingungsverlauf beruht oder sich als <i style="mso-bidi-font-style:normal">musikalischer </i>Ton aus dem Grundton und seinen gleichzeitig erklingenden Obert&ouml;nen zusammensetzt. Dann aber entspricht er dem physikalischen Klang.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm"><i style="mso-bidi-font-style:normal">... </i>das Pochen an der T&uuml;r wurde wie Orgelt&ouml;ne erlebt. Wir sind schon geneigt, uns damit zufrieden zu geben, dies sei wohl hinreichend damit erkl&auml;rt, da&szlig; der Traum bei der Umwandlung des an-der-T&uuml;r-Klopfens &uuml;ber das Glockengel&auml;ute bis zur Autohupe eben als notwendiges Zwischenglied die Orgelt&ouml;ne gebraucht hatte. Mit heute noch nachschwingender starker Ergriffenheit berichtete er, wie er damals beim Einsetzen der vom Vater als Organist gespielten Orgel auf das Tiefste ersch&uuml;ttert war. ... Die absonderliche Umdeutung des T&uuml;rklopfens &uuml;ber mehrere Zwischenstufen vom Glockengel&auml;ute &uuml;ber den Orgelklang zum Hupensignal w&uuml;rde uns somit verst&auml;ndlich.</p> <p class="MsoNormal" style="text-align:justify;tab-stops:14.2pt 1.0cm">In der quantitativen Verteilung liegt der Schl&uuml;ssel, die gef&auml;lschte Perspektive zu umgehen. Doch mu&szlig; vor jedem Schematismus gewarnt werden, zumindest mu&szlig;, wenn schon ein Schema benutzt wird, bewu&szlig;t bleiben, da&szlig; sich alles im Bereich des Relativen abspielt.</p> <div>&nbsp;</div> <div>&nbsp;</div> </div> <div>Vec Archive No. 785</div>

Tracklist

  1. DFILM I ... 28.26
  2. DFILM II ... 26.40

Credits & notes

Cassette 1 A1 D FILM I ... 28.26 EM percussion / tibetian bells / piano / violin / radio / e-guitar / toy-instruments KS percussion / organ pipes / radio / e-bass / kitchenware / e-guitar / synthesizer /       rhythm computer / voice   B1 PSYCHOLOGIE DES KUNSTFREUNDES (Anonymes Tondokument) ... 23.45      Über eine bislang unbekannte Tonaufnahme aus dem Institut für Kommunikationsforschung   Vor wenigen Jahren wurden unter dem Nachlaß der Witwe des Psychologen und Kommunikationstheoretikers Erwin Waldner, eines früheren Mitarbeiters des Instituts für Kommunikationsforschung in Offenbach, neben einigem bislang verschollen geglaubten Material, darunter Manuskripte, Sitzungsprotokolle, Korrespondenz u.ä. auch einige frühe Drahtaufnahmen gefunden. Daß nun solche Aufnahmen, deren auf uns überkommene Zahl nicht sehr groß ist, nach so vielen Jahren auftauchen, ist für sich schon ein seltener Fall. Daß sich aber unter diesen auch einige Vorträge befinden, ist ein besonderer Glücksfall. Die m.E. interessanteste Aufnahme ist ein Vortrag zur Psychologie der Kunstwahrnehmung. Diese kann geradezu als Grundlegung einer Theorie der Kunstwahrnehmung betrachtet werden und hätte möglicherweise, wäre sie nicht verschollen, das Manuskript ist leider ebenso verschollen und bis heute nicht aufgetaucht, der Forschung auf diesem Gebiete eine andere, vielleicht innovativere Richtung gegeben, als es dann geschehen ist. Schon lange war bekannt, wie viel durch die plötzliche Schließung des Instituts verloren ging. So wies denn sowohl die Kommunikationsforschung als auch die spätere Rekonstruktion des Instituts und dessen Leistungen betrübliche Lücken auf. Daher ist der Fund ein besonders glücklicher zu nennen. Die Plötzlichkeit, mit der die damaligen Machthaber ihr Vorhaben, das gehaßte Institut nicht nur zu schließen, sondern zu beseitigen, in die Wirklichkeit umsetzten, ließ den Betroffenen nur wenige Stunden Zeit, zu retten, was zu retten war. Damals muß Waldner in aller Eile zusammengerafft haben, was er in der Schnelle erreichen konnte. Wie uns seine Witwe mitteilte, hat er danach dieses Material in ihrem Hause, später bei Verwandten verborgen. Da sie selbst es nicht zu Gesicht bekam und auch ihr Mann sich offenbar nicht mehr mit dem von ihm geretteten Material beschäftigte, hat sie es mit dem übrigen Nachlaß ihres Mannes verwahrt und nie näher untersucht. Es fiel also der Vergessenheit anheim, bis alles nach ihrem Tod einer Stiftung übergeben wurde. Zum Text selbst ist leider nur zu sagen, daß sich näheres über Zeitpunkt der Aufnahme und vor allem über den Verfasser nicht zu bestimmen ist.  Man kann den Aufnahmezeitpunkt nur in etwa eingrenzen, da bekannt ist, daß am Institut in den letzten Jahren seiner Tätigkeit unregelmäßig Versuche zur Aufzeichnung von Tondokumenten gemacht wurden. Zur Frage des Autors kann nur soviel gesagt werden, daß es sich sowohl um einen Institutsangehörigen, wie einen Gast handeln kann, da vergleichbare Texte bisher nicht bekannt oder eindeutig anderen Personen zugeschrieben werden können. Daher muß, nicht zuletzt, um voreilige Schlüsse zu vermeiden, auf die Durchsicht des bislang noch nicht gesichteten Materials, daß zudem leider über die Welt verstreut ist, gewartet werden. Da es sich um einen erstaunlichen Fund handelt, der in der Rekonstruktion verschollenen geistigen Schaffens unseren Jahrhunderts seinesgleichen sucht, wird dieser Text hier vorab der Öffentlichkeit zugänglich gemacht:   PSYCHOLOGIE DES KUNSTFREUNDES ANONYMES TONDOKUMENT   Das Verhalten der Augen weicht bei Kunstfreunden in mannigfacher Weise von der Norm ab. Bekanntlich sehen wir es einem „an den Augen“ an, ob er verstanden habe. Es ist schwer zu sagen, worauf der Ausdruck der Augen und seine Veränderung beruht. Es kommt in Frage, ob das Auge mehr oder weniger tief in der Augenhöhle liegt, ob die umgebende Haut normal gefärbt ist, ob die Lidspalte weit oder eng ist, ob die Lider beweglich sind, ob das Auge reichlich Feuchtigkeit erhält, ob das Auge durch eine Schutzklappe verdeckt ist, usw. Sei dem wie ihm wolle, ein eigentümlicher matter Blick ist vielen Kunstbetrachtern eigen. Ferner findet man häufig eine Rötung der Bindehaut, als ob eine Entzündung bestände. Diese Erscheinung ist sehr wechselnd, tritt besonders nach schlechten Nächten, Museumsbesuchen oder nach Benutzung von Ferngläsern im Dunkeln auf und verschwindet im Laufe des Tages wieder. Sie ist immer ein Ausdruck des Allgemeinbefindens, bessert sich  und verschlimmert sich mit diesem. Ebenfalls als Zeichen allgemeiner Schwäche  tritt der „Hof“ um die Augen auf, ein bläuliches bis schwarzes Aussehen der äußeren Lidteile. Viele Rezipienten haben ungewöhnlich große und bewegliche Pupillen. Von größerer Bedeutung ist die Sehschwäche, die die Ausstellungsbesucher oder Kinogänger oft außerordentlich belästigt und von großer Hartnäckigkeit ist. Die Sehschärfe ist, sobald die Augen geruht haben, normal, aber rasch ermüden die Augen der Freunde der Kunst, der Photographie oder des Films beim Sehen, und je länger sie sehen, um so mehr schränkt sich das Gesichtsfeld ein. Diese bald regelmäßige, bald unregelmäßige Verengerung des Gesichtsfeldes ist sehr charakteristisch. Oft ist Lesen, Schreiben, Fernsehen oder jegliche Handarbeit mehr oder weniger behindert und schmerzhaft. Brillen helfen nichts. Blindheit kommt bei Kunstkritikern häufig vor. Bei diesen trifft man auch zeitweise Farbenblindheit. Dagegen ist eine alltägliche Erscheinung nicht nur bei Rezipienten der bildenden Kunst, sondern auch der Literatur und Musik das Sehen von Funken, von Perlenschnüren, von grauen und schwarzen Streifen, von allerhand flottierenden Flecken. Alle diese Erscheinungen kommen auch bei Kulturschaffenden aus verschiedenen Ursachen vor, sind aber bei Konsumenten bzw. Rezipienten ungleich häufiger und treten auf die leichtesten Reize hin ein. Ein eigentümliches Augenflimmern ist oft Vorbote der Ohnmacht. Am Rande des Sehfeldes treten Funken auf, sie breiten sich aus und bedecken schließlich das Sehfeld bis zur Mitte. Dieses Flimmern dauert einige Minuten lang bis gegen eine Stunde, dann kommt die Ohnmacht. Ohnmachten, die in der Tat als hysterische Anfälle zu deuten sind, und die Hörer, Seher und Leser, die einmal einen solchen Zufall gehabt haben, bekommen in der Regel auch mehr. Charakteristisch ist, daß die Ohnmachten bei bestimmten Anlässen auftreten, zum Beispiel beim Anblicke unverständlicher Filmszenen oder intellektueller Kunstwerke, beim Hören reinster Gesangsstimmen oder bei einer anderen unerwarteten geistigen Beanspruchung. Manchmal erscheinen dem Kunstfreund alle Gegenstände wie in weiter Ferne, andere glauben alles größer als gewöhnlich zu sehen, andere sehen die Dinge doppelt oder gleich mehrfach. Äußerst peinlich für die Betrachter, ausgenommen der Kinogänger ist die sogenannte Überempfindlichkeit der Netzhaut. Jedes stärkere Licht verursacht ihnen Schmerzen, sie fliehen vor der Sonne ins Museum oder Kino, suchen alle Zimmer zu verdunkeln und ziehen sich schließlich in gänzliche Dunkelheit zurück. Einige fürchten nur das weiße Licht, andere hassen bestimmte Farben. Alle die genannten Sehstörungen disponieren zu Illusionen und Halluzinationen des Gesichts und erleichtern deren Eintreten, sobald sonst die Bedingungen dazu gegeben sind. Die undeutlich gesehenen Gegenstände werden leicht umgedeutet, eine Plastik wird für einen Menschen gehalten, Schatten für Mäuse, ja selbst Bilder für Filme, Farben für Geräusche, Noten für Photographien usw. Das Ohr ist seltener als das Auge in Leidenschaft gezogen. Am ehesten beobachtet man bei Rezipienten subjektive Gehörserscheinungen, die gewöhnlich unter der Bezeichnung Ohrensausen zusammengefaßt werden. Dabei ist dies meist nur das Grundrauschen des Tonbandes. Bald hören die Musikfreunde aber auch Klingen, bald ein Klopfen, bald Glockentöne, bald das Geräusch fallender Wassertropfen, bald Straßenlärm, bald Textfetzen. Auch Überempfindlichkeit des Ohres wird beobachtet. Entweder werden Musik und Geräusche überhaupt schmerzlich empfunden, oder es besteht eine Idiosynkrasie gegen bestimmte Musik. Wiewohl selten, kommt tatsächlich nicht nur bei Kunstrezipienten, sondern auch bei einfachen Konzertbesuchern oder Kinogängern bei gesunden Hörorganen Schwerhörigkeit oder Taubheit vor, die ihre kulturbezogene Natur durch plötzliches Kommen und Gehen, etwa nach einem Kunstgenuß, kundgibt. Besondere Erwähnung verdient der sogenannte Ohrenschwindel. Bei gewisser Überanspruchung des Ohres treten Anfälle von Ohrenklingen, verbunden mit überaus heftigem Schwindel auf. Diese Zustände scheinen bei Kunstfreunden viel leichter zu stande zu kommen als bei Radiohörern zum Beispiel, und manchmal reichen geringe Affektionen des Ohres oder seiner Umgebung hin, den schwersten Ohrenschwindel auszulösen. Von dem Ohrenklingen ist es zwar noch weit hin zu eigentlichen Gehörsillusionen, aber zuweilen nehmen die „Stimmen“, die die Rezipienten quälen, ihren Ausgang von jenem, während allerdings in der Mehrzahl der Fälle bei den Gehörshalluzinationen das Ohr als solches nicht beteiligt ist. Einzelne Rezipienten klagen über ein Pulsieren in den Ohren, das bei Musikveranstaltungen, heftigen Auseinandersetzungen über Kunst, Walkman-Genuß und dergleichen zunimmt, auch durch geistige Erregung bzw. Verwirrung verstärkt wird. Es ist dies eine Folge der Überreizung. Im Verlaufe andauernder Auseinandersetzungen mit Werken der Kunst können Blutungen aus allen möglichen Körperteilen auftreten, begleitet von einer Schwächung der Stimme. Die Stimme spricht nicht recht an und ermüdet rasch. Sie ist dann schwach, undeutlich, leise, zaghaft und unklar im Ton. Zuweilen versagt die Stimme plötzlich, die Betrachter, Hörer oder Leser haben das Gefühl, als ob ihnen der Hals zugeschnürt würde. Weitere Folgen sind Magenkrämpfe und Erbrechen, die bald vor, bald nach dem Kunstgenuß auftreten und sich unter Umständen einige Tage wiederholen. Viele Kunstkritiker bezeichnen Blähungen geradezu als ihr Hauptleiden und sehen im Abgang solcher ihre größten Lebensfreuden. Bei manchen sammeln sich in Magen und Därmen erstaunliche Mengen von Gas in oft unglaublich kurzer Zeit an, sie blasen die Rezipienten wie Bälle auf und können rasch, wie sie gekommen sind, mit lautem Geräusch nach oben und unten entweichen. Auch eine Form des Kommentars.   Mit freundlicher Genehmigung des Verlages ProCommunis   Gegendarstellung: Es ist behauptet worden, ein unlängst aufgefundenes Dokument zur Psychologie der Kunstfreundes stamme aus dem Institut für Kommunikationsforschung und sei von Erwin Waldner an sich genommen und uns so erhalten geblieben. Dies ist unwahr. Wahr ist vielmehr, daß es sich um einen Text meines Vaters Heinrich Lindemann handelt, den dieser 1982 geschrieben hat. Ein Erwin Waldner oder ein Institut haben mit diesem Text nichts zu tun.   Anmerkung der Herausgeber: Wir sind gesetzlich verpflichtet, diese Gegendarstellung ohne Rücksicht auf ihren Wahrheitsgehalt abzudrucken.       Cassette 2 A1 D FILM II ... 26.40 EM e-guitar / rhythm computer / percussion / discs / voice / piano / synthesizer / trumpet KS e-guitar / synthesizer / rhythm computer / fanfare / organ pipes / e-bass                                                                             B1 RADIOAUFNAHMEN VOM GIPFEL DES GROSSGLOCKNER ... 8.27   RADIOAUFNAHMEN VOM GIPFEL DES GROSSGLOCKNER Die Gehörsempfindung mit eindeutig bestimmbarer Tonhöhe, die man gemeinhin als Ton bezeichnet, wenn sie physikalisch auf einem periodischen Schallereignis mit sinusförmigem Schwingungsverlauf beruht oder sich als musikalischer Ton aus dem Grundton und seinen gleichzeitig erklingenden Obertönen zusammensetzt. Dann aber entspricht er dem physikalischen Klang. ... das Pochen an der Tür wurde wie Orgeltöne erlebt. Wir sind schon geneigt, uns damit zufrieden zu geben, dies sei wohl hinreichend damit erklärt, daß der Traum bei der Umwandlung des an-der-Tür-Klopfens über das Glockengeläute bis zur Autohupe eben als notwendiges Zwischenglied die Orgeltöne gebraucht hatte. Mit heute noch nachschwingender starker Ergriffenheit berichtete er, wie er damals beim Einsetzen der vom Vater als Organist gespielten Orgel auf das Tiefste erschüttert war. ... Die absonderliche Umdeutung des Türklopfens über mehrere Zwischenstufen vom Glockengeläute über den Orgelklang zum Hupensignal würde uns somit verständlich. In der quantitativen Verteilung liegt der Schlüssel, die gefälschte Perspektive zu umgehen. Doch muß vor jedem Schematismus gewarnt werden, zumindest muß, wenn schon ein Schema benutzt wird, bewußt bleiben, daß sich alles im Bereich des Relativen abspielt.     Vec Archive No. 785

Format
Tape
Catalog no.
No Edition Band 52
Country
DE
Year
1992
Condition
C60 x 2 special edition II: 2 cassetts, 1 book (picture and text) and 1 diapositiv in screwed wooden object (31 x 31 x 3,6 cm),

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